Im Bereich des Brandschutzes gibt es unterschiedliche Brandklassen. Die diversen Brandklassen sind für die Bekämpfung eines Feuers relevant. Denn je nach Brandklasse dürfen unterschiedliche Feuerlöscher verwendet werden. Dabei spielt das brennende Material eine gravierende Rolle. Denn wird ein Feuerlöscher mit der falschen Brandklasse verwendet kann dadurch der Brand vergrößert werden. Desweggen ist es wichtig sich im Bezug auf die Brandklassen auszukennen und zu wissen welche gängigen Feuerlöscher es gibt. Die häufigsten Feuerlöscher können Sie im weiteren Artikel Löschmittel und tragbare Feuerlöscher nachlesen.  Möchten Sie wissen, wie Feuerlöscher zu kennzeichnen sind oder wovon die Anzahl der Vorhaltung im Unternehmen abhängig ist, können Sie diesem Link folgen.

Was sind Brandklassen?

In Brandklassen werden brennbare Stoffe eingeteilt, welche ein ähnliches Brandverhalten zeigen. Diese Brandklassen werden den geeigneten Gruppen mit unterschiedlichen Löschmitteln zugeordnet. Tragbare Feuerlöscher werden entsprechend ihres Inhalts (Löschmittel) mit den damit löschbaren Brandklassen gekennzeichnet. Damit kann sichergestellt werden, dass immer das richtige Löschmittel verwendet wird.

Aktuell werden fünf verschiedene Brandklassen unterschieden.

Die fünf Brandklassen

Die Aufzählung der Stoffbeispiele ist nicht abschließend und stellt nur einen kleinen Überblick dar.

Für die früher unter die Brandklasse B gefallenen Brände von Speiseölen und Speisefetten wurde 2005 eine eigene Kategorie geschaffen, die Brandklasse F mit eigenem Speziallöschmittel.

Die früher gängige Brandklasse E (Brände in elektrischen Niederspannungsanlagen bis 1000 Volt) wurde inzwischen ersatzlos gestrichen. Moderne Feuerlöscher sind heute unter Einhaltung eines Mindestabstandes von einem Meter zum Einsatz bei entsprechenden elektrischen Anlagen geeignet.

Brandklassensymbole auf modernen Feuerlöschern

Das Löschverfahren

Löschen bedeutet im Grunde genommen nichts anderes, als den Verbrennungsprozess zu unterbrechen. Damit es überhaupt zu einer Verbrennung kommt, ist ein brennbarer Stoff und Sauerstoff im richtigen Mischungsverhältnis sowie eine ausreichend hohe Zündtemperatur erforderlich. Um den Verbrennungsprozess zu unterbrechen, muss mindestens eine dieser Voraussetzungen eliminiert werden.  Darauf beruhen die drei Hauptlöschwirkungen.

Löschen durch Ersticken

Das Löschen durch Ersticken beruht auf der Störung des Mischungsverhältnisses von brennbarem Stoff und dem für die Verbrennung notwendigen Sauerstoff. Dies kann entweder durch die vollständige Trennung von brennbarem Stoff und Sauerstoff, durch Verdünnung des Sauerstoffs oder durch die Drosselung der Zufuhr eines brennbaren Stoffes geschehen. Hier kann der CO2- Löscher genannt werden. Denn durch den Einsatz des Feuerlöschers wird dem Feuer der Sauerstoff entzogen, weil Kohlenstoffdioxid schwerer wie Luft ist und sich somit auf das Feuer legt. Dadurch fehlt dem Feuer der nötige Sauerstoff und die Flammen werden erstickt.

Löschen durch Abkühlen

Das Löschen durch Abkühlen zielt darauf ab, die Temperatur im Brandbereich unter die Mindestverbrennungstemperatur zu senken. Dabei macht man sich die Eigenschaft des Löschmittels, zum Beispiel Wasser, zu eigen. Durch die Erwärmung beziehungsweise das Verdampfen des Löschmittels wird dem Brand die Hitze entzogen und somit eine entsprechende Abkühlung erzielt. Dies ist ein wirksames Mittel, welches jeder bereits eingesetzt hat. Denn wenn Sie beispielsweise einen Eimer Wasser auf die Glut eines Lagerfeuers schütten, wird durch die kühlende Wirkung das Feuer ausgehen.

Löschen durch inneres Ersticken

Beim Löschen aufgrund der sogenannten antikatalytischen Wirkung werden reaktionshemmende Substanzen direkt in den Brandbereich eingebracht, die wiederum direkt in die Verbrennungsreaktion eingreifen und die Verbrennungsreaktion stoppen. Man spricht dabei vom inneren Ersticken.

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